Nürnberg – Die Kaiserstadt zwischen Geschichte, Kultur und fränkischer Lebensart

Nürnberg – Die Kaiserstadt zwischen Geschichte, Kultur und fränkischer Lebensart

Städte 15 Min. Lesezeit
Die Stadt Nürnberg in Mittelfranken ist eine faszinierende Metropole, die auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblickt und als ehemalige Kaiserpfalz sowie wichtige Handelsstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation eine zentrale Rolle in der europäischen Historie spielte. Heute präsentiert sich die Großstadt als lebendiges Zentrum für Wirtschaft, Forschung und Tourismus, das Besucher mit einer einzigartigen Mischung aus beeindruckenden mittelalterlichen Bauwerken und spannenden Zeugnissen der jüngeren Vergangenheit begeistert. Diese ausführliche Reisebeschreibung führt Sie durch die Gassen und über die Plätze Nürnbergs, liefert wichtige Informationen für Ihre Reiseplanung und beleuchtet die Highlights, die diesen Ort zu einem unvergesslichen Ziel machen.
Nürnberg ist nicht nur wegen seiner weltberühmten Kaiserburg und der charmanten Altstadt bekannt, sondern auch als kulinarisches Mekka der Original Nürnberger Rostbratwürste und des berühmten Nürnberger Lebkuchens. Der Kontrast zwischen der liebevoll restaurierten mittelalterlichen Architektur, den modernen urbanen Elementen und der tief verwurzelten fränkischen Tradition macht den Reiz dieser besonderen Stadt aus. Ob Geschichtsinteressierter, Kulturfreund oder Liebhaber regionaler Genüsse - die Frankenmetropole hat für jeden Geschmack etwas zu bieten und lädt ein, ihre vielen Facetten selbst zu erkunden.

Kaiserburg Nürnberg bei Sonnenuntergang

Nürnberg, oft als inoffizielle Hauptstadt Frankens bezeichnet, ist die zweitgrößte Stadt Bayerns und das Herz der Metropolregion Nürnberg. Der Name Nürnberg leitet sich wahrscheinlich vom Felsen ab, auf dem die majestätische Kaiserburg thront - eine schlüssige Verbindung zur Bedeutung des Ortes als historisches Machtzentrum. Die Stadt blickt auf eine reiche Historie zurück, die von ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1050 über die Blütezeit als wichtigstes Handelszentrum im Spätmittelalter bis hin zu ihrer traurigen Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus und der anschließenden Bedeutung als Schauplatz der Nürnberger Prozesse reicht.
Die historische Altstadt, die von einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben ist, bildet das touristische Zentrum und beherbergt die meisten der berühmten Sehenswürdigkeiten. Bei einem Spaziergang durch die Gassen wird die Geschichte an jeder Ecke lebendig. Gleichzeitig pulsiert das moderne Leben in den zahlreichen Cafés, Boutiquen und Museen. Die perfekte Mischung aus Tradition und Moderne, die hohe Lebensqualität und die ausgezeichnete Infrastruktur machen Nürnberg zu einem beliebten Reiseziel, das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist und jährlich Millionen von Besuchern anzieht.

Geographie und Klima

Nürnberg liegt im Herzen des bayerischen Regierungsbezirks Mittelfranken und wird von der Pegnitz durchflossen, die sich im Stadtgebiet in zahlreiche Seitenarme aufteilt und eine malerische Kulisse schafft. Die Stadt ist umgeben von einer abwechslungsreichen Landschaft, dem Nürnberger Land und der Fränkischen Schweiz, die sich hervorragend für Tagesausflüge eignen. Das Klima ist gemäßigt mit tendenziell warmen Sommern und kalten Wintern. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, wobei der Dezember wegen des weltberühmten Christkindlesmarktes eine ganz besondere Anziehungskraft hat.

Geschichte im Überblick

Die Geschichte Nürnbergs ist tiefgreifend und vielschichtig. Die Stadt erlebte ihre erste Blütezeit im Spätmittelalter (15. und 16. Jahrhundert), als sie durch Fernhandel und Handwerkskunst (bekannt als die „Goldschmiede und Maler der Welt“) zu einer der reichsten und einflussreichsten Reichsstädte aufstieg. Persönlichkeiten wie der Maler Albrecht Dürer und der Astronom Johannes Regiomontanus prägten diese Ära. Die Reformation wurde früh angenommen, was die weitere kulturelle Entwicklung förderte. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Stadt an Bedeutung und fiel 1806 an das Königreich Bayern. Eine dunkle Phase begann mit der Ernennung zur „Stadt der Reichsparteitage“ durch die Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch die Nürnberger Prozesse zum Synonym für die juristische Aufarbeitung der Kriegsverbrechen, was ihr eine wichtige, mahnende Rolle in der Weltgeschichte einbrachte.

Wirtschaft und Kultur

Heute ist Nürnberg ein bedeutendes Wirtschaftszentrum mit Schwerpunkten in der Kommunikations- und Informationstechnologie, der Energiewirtschaft und der Medizintechnik. Die Universität Erlangen-Nürnberg und zahlreiche Forschungseinrichtungen unterstreichen die Innovationskraft der Region. Kulturell hat die Stadt eine enorme Vielfalt zu bieten, von den Staatstheatern und der Oper über eine beeindruckende Dichte an Museen bis hin zu zahlreichen Festivals und Veranstaltungen, darunter die Blaue Nacht und das Klassik Open Air im Luitpoldhain. Die kulturelle Szene profitiert stark vom Erhalt des historischen Erbes.

Schönen Brunnen und die Frauenkirche

Kaiserburg Nürnberg

Die Kaiserburg, das unumstrittene Wahrzeichen der Stadt, thront majestätisch auf einem Sandsteinfelsen über der Altstadt. Sie gehört zu den bedeutendsten Kaiserpfalzen des Mittelalters in Deutschland und war Schauplatz zahlreicher Reichstage. Ein Besuch der Burganlage bietet nicht nur einen tiefen Einblick in die mittelalterliche Architektur und das höfische Leben, sondern auch einen spektakulären Blick über ganz Nürnberg und das Umland. Zu den Hauptattraktionen gehören der Tiefe Brunnen (mit einer Tiefe von fast 50 Metern), die romanische Doppelkapelle sowie das Kaiserburg-Museum. Die Burg ist ein Muss für jeden Besucher und ein hervorragender Ausgangspunkt für die Erkundung der Altstadt.

Historische Altstadt und Stadtmauer

Die Altstadt, die sich unterhalb der Burg erstreckt, ist von einer der am besten erhaltenen Stadtmauern Europas umgeben. Mit einer Länge von fast 5 Kilometern lädt der begehbare Teil der Mauer zu einem historischen Spaziergang ein. Innerhalb der Mauern finden sich architektonische Juwelen wie der Hauptmarkt mit dem berühmten Schönen Brunnen und der gotischen Frauenkirche. Hier findet auch der weltberühmte Nürnberger Christkindlesmarkt statt. Weitere Highlights sind das Albrecht-Dürer-Haus und der malerische Handwerkerhof, der mittelalterliches Flair verströmt und Kunsthandwerk präsentiert.

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Als Kontrast zur mittelalterlichen Idylle steht das ehemalige Reichsparteitagsgelände im Süden der Stadt. Das Areal, das die architektonischen Größenwahn des Nationalsozialismus widerspiegelt, ist heute eine zentrale Gedenkstätte. Das Dokumentationszentrum im unvollendeten Bau der Kongresshalle leistet eine wichtige und kritische Aufklärungsarbeit über die Ursachen, Zusammenhänge und Folgen der NS-Diktatur. Der Besuch dieses Ortes ist historisch von immenser Bedeutung und ein zentraler Bestandteil einer Reise nach Nürnberg.

Kulturelle Vielfalt: Museen und Kirchen

Die Stadt beherbergt eine beeindruckende Anzahl an Museen. Das Germanische Nationalmuseum ist das größte kulturhistorische Museum Deutschlands und präsentiert Kunst und Kulturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Das Neue Museum Nürnberg für Kunst und Design steht für die Moderne. Die beiden Hauptkirchen, die gotische Sebalduskirche (eine der ältesten und bedeutendsten Kirchen Nürnbergs) und die Lorenzkirche im südlichen Teil der Altstadt, sind Meisterwerke der gotischen Baukunst und beherbergen wertvolle Kunstschätze, wie den "Englischen Gruß" von Veit Stoß in St. Lorenz.

Unvollendete Kongresshalle

Historische Felsengänge

Ein wahrer Geheimtipp unterhalb der Kaiserburg sind die Historischen Felsengänge. Dieses weitverzweigte, mehrstöckige Labyrinth aus Gängen und Kellern, das in den Burgsandstein gehauen wurde, diente über Jahrhunderte als Lagerstätte für Bier, später als Luftschutzbunker. Eine Führung durch die Felsengänge bietet eine faszinierende und kühle Flucht aus dem touristischen Trubel und verdeutlicht die historische Brautradition der Stadt. Die tiefen Keller sind ein architektonisches Meisterwerk, das oft übersehen wird.

Gostenhof - Das Szeneviertel

Für eine Abwechslung zur historischen Altstadt empfiehlt sich ein Besuch in Gostenhof, kurz GoHo genannt. Dieser Stadtteil hat sich zum Szeneviertel Nürnbergs entwickelt und zieht mit seiner lebendigen Mischung aus Galerien, kleinen Designer-Boutiquen, Vintage-Läden, alternativen Cafés und Bars ein junges, kreatives Publikum an. Hier erlebt man das moderne, urbane Leben abseits der Haupttouristenrouten und findet viele individuelle, inhabergeführte Geschäfte.

Der Johannisfriedhof

Der Johannisfriedhof ist ein historischer, malerisch gelegener Gottesacker, der durch seine Sandsteinplatten-Gräber beeindruckt, auf denen bekannte Persönlichkeiten wie Albrecht Dürer und Veit Stoß beigesetzt sind. Der Friedhof, eine wahre Oase der Ruhe, wird wegen seiner einzigartigen Gestaltung oft als einer der schönsten und historisch wertvollsten Friedhöfe Deutschlands bezeichnet. Er ist ein idealer Ort für einen besinnlichen Spaziergang und bietet eine ganz andere Perspektive auf die Geschichte Nürnbergs.

Der Henkersteg und die Weinstadel-Insel

Die Gegend rund um den Henkersteg und den Weinstadel ist eine der meistfotografierten Ecken Nürnbergs, aber immer noch ein entspannter Ort abseits des größten Trubels. Der Weinstadel, ein ehemaliges Leprosenhaus, ist heute ein Studentenwohnheim und bildet zusammen mit dem Holzsteg und den Fachwerkhäusern entlang der Pegnitz eine wunderschöne Postkarten-Idylle. Die Liebesinsel direkt daneben lädt zum Verweilen am Wasser ein.

Weinstadels und des Henkerstegs über der Pegnitz


Anreise mit dem Flugzeug

Der Albrecht Dürer Airport Nürnberg (NUE) ist der zweitgrößte Flughafen Bayerns und bietet zahlreiche Direktverbindungen zu nationalen und europäischen Zielen. Der Flughafen ist hervorragend angebunden: Mit der U-Bahn-Linie U2 gelangt man in nur etwa 12 Minuten direkt und ohne Umsteigen zum Nürnberger Hauptbahnhof und somit ins Zentrum der Stadt Nürnberg. Dies macht die Anreise äußerst komfortabel und zeiteffizient.

Anreise mit der Bahn

Der Nürnberger Hauptbahnhof ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Deutschland und perfekt in das ICE- und IC-Netz der Deutschen Bahn integriert. Er dient als wichtiger Umsteigebahnhof und ermöglicht schnelle Verbindungen in alle Himmelsrichtungen, wie beispielsweise nach München, Frankfurt, Leipzig und Berlin. Der Hauptbahnhof liegt direkt am Rande der Altstadt, sodass viele Hotels und Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß oder mit der U-Bahn erreichbar sind.

Anreise mit dem Auto und Parken

Nürnberg ist durch die Autobahnen A3, A6, A9 und A73 gut an das deutsche Autobahnnetz angebunden. Obwohl die Altstadt selbst verkehrsberuhigt ist, gibt es im Zentrum und in unmittelbarer Nähe eine große Anzahl an Parkhäusern mit insgesamt über 5.000 Stellplätzen (z. B. Parkhaus Hauptbahnhof oder in der Adlerstraße), die eine stressfreie Anfahrt ermöglichen. Alternativ bieten sich die zahlreichen Park & Ride (P&R)-Anlagen am Stadtrand an, von denen aus man mit gültigem VGN-Ticket schnell und günstig das Zentrum erreicht, zum Beispiel die Anlage in der Bauernfeindstraße (U1) oder am Nordostbahnhof (U2). Die Nutzung von P&R wird für eine nachhaltige und entspannte Stadterkundung dringend empfohlen.

Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV)

Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) betreibt ein effizientes und gut ausgebautes Netz aus U-Bahnen (mit fahrerlosen Zügen), Straßenbahnen (Trams) und Bussen. Die U-Bahn-Linien U1 und U2 sind die Hauptschlagadern, die die wichtigsten Punkte der Stadt, einschließlich Hauptbahnhof, Messe und Flughafen, schnell verbinden. Für Touristen ist die Nürnberg Card eine lohnende Investition, da sie freie Fahrt im gesamten VGN-Gebiet und freien Eintritt zu vielen Museen und Sehenswürdigkeiten beinhaltet.

Nürnberger Hauptbahnhof


Die Original Nürnberger Rostbratwurst

Die Original Nürnberger Rostbratwurst ist das kulinarische Aushängeschild der Stadt und genießt seit 2003 geschützten geografischen Status (g.g.A.). Die Würste dürfen nur in Nürnberg nach einer überlieferten Rezeptur hergestellt werden, wobei ihre charakteristische Größe von 7 bis 9 Zentimetern und ein Gewicht von maximal 25 Gramm sie unverwechselbar machen. Traditionell werden sie über Buchenholzfeuer gegrillt und als "Drei im Weggla" (drei Würste im Brötchen, mit Senf oder Meerrettich) auf die Hand verkauft. In traditionellen Bratwurstküchen (wie dem Bratwursthäusle oder Bratwurst Röslein) werden sie als Tellergericht serviert, meist zu Sauerkraut oder Kartoffelsalat. Die kulinarische Geschichte dieser kleinen Wurst reicht über 700 Jahre zurück.

Nürnberger Lebkuchen

Ebenfalls weltberühmt sind die Nürnberger Lebkuchen, die vor allem in der Weihnachtszeit, aber auch das ganze Jahr über erhältlich sind. Auch sie sind durch die g.g.A. geschützt. Besonders edel und qualitativ hochwertig sind die sogenannten Elisenlebkuchen, die einen sehr hohen Anteil an Nüssen, Mandeln und/oder Marzipan enthalten und nur maximal zehn Prozent Mehl. Die lange Tradition des Lebkuchenbackens in Nürnberg ist auf die zentrale Lage der Stadt an den Gewürz-Handelsrouten zurückzuführen. Traditionshäuser wie Lebkuchen-Schmidt oder Firma Düll bieten das köstliche Gebäck an.

Fränkische Spezialitäten und Bier

Neben den beiden Stars der lokalen Küche bietet Franken eine herzhafte und abwechslungsreiche Küche. Probieren Sie unbedingt das Schäufele (Schweineschulter mit knuspriger Kruste, meist mit Kloß und dunkler Soße), die Fränkische Bratwurst (größer als die Rostbratwurst) oder das Kirschenmännla (ein süßer Auflauf mit Kirschen). Die Bierkultur ist in der Region tief verwurzelt. Zahlreiche traditionelle Brauereien und Gasthäuser servieren lokales Bier, oft im gemütlichen Biergarten. Der Altstadthof, eine Hausbrauerei in der Nähe der Kaiserburg, bietet Führungen und naturtrübe Biere an, die nach alten Rezepten gebraut werden.

Gehobene und Internationale Küche

Nürnberg überzeugt auch abseits der traditionellen Wirtshäuser mit einer vielfältigen Gastronomieszene. Von Fine-Dining-Restaurants mit moderner, kreativer Küche über zahlreiche vegetarische und vegane Angebote bis hin zu authentischen internationalen Küchen ist alles vertreten. Insbesondere die Gegenden um den Hauptmarkt und in den Szenevierteln wie Gostenhof und St. Johannis bieten eine breite Auswahl an modernen und trendigen Lokalen für jeden Anlass.

Frisch gegrillten Nürnberger Rostbratwürsten im Brötchen

Hotels in der Altstadt - Historisches Ambiente

Wer das historische Flair Nürnbergs hautnah erleben möchte, sollte eine Unterkunft innerhalb der Stadtmauer wählen. Hier finden sich zahlreiche Boutique-Hotels und traditionelle Gasthäuser, die oft in historischen Gebäuden untergebracht sind und ein einzigartiges Ambiente bieten. Die zentrale Lage ermöglicht es, die meisten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zu erreichen. Beliebt sind Hotels in der Nähe des Hauptmarktes oder des Nürnberger Schlosses, wie das Karl August - a Neighborhood Hotel im Augustinerhof, das mit modernem Design und Wellnessbereich überzeugt.

Komfortable Hotels am Hauptbahnhof

Der Bereich um den Hauptbahnhof bietet eine große Auswahl an modernen Business- und Kettenhotels in verschiedenen Preisklassen. Diese Lage ist ideal für Reisende, die mit der Bahn ankommen und eine optimale Verkehrsanbindung schätzen, da der Bahnhof direkt an U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn angeschlossen ist. Auch von hier aus ist die Altstadt in wenigen Minuten fußläufig erreichbar. Hier findet man oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wie zum Beispiel im NH Collection Nürnberg City.

Apartments und Ferienwohnungen

Für längere Aufenthalte, Familien oder Gruppen sind Ferienwohnungen und Serviced Apartments eine hervorragende Option. Diese bieten oft mehr Platz, eine eigene Küche und somit eine höhere Flexibilität und Unabhängigkeit. Diese Art der Unterkunft ist in Vierteln wie St. Johannis oder im aufstrebenden Süden Nürnbergs (z.B. Nurban Apartments) beliebt, die eine gute Anbindung zur Innenstadt besitzen und gleichzeitig ein authentisches Wohngefühl vermitteln. Die Buchung sollte, insbesondere zur Weihnachtsmarktzeit, frühzeitig erfolgen.

Günstige Übernachtungen und Hostels

Nürnberg bietet auch für Budget-Reisende gute Möglichkeiten. Neben günstigen Kettenhotels am Stadtrand gibt es auch zentral gelegene Hostels, die sich besonders für junge Rucksacktouristen eignen. Diese Unterkünfte bieten oft eine entspannte Atmosphäre und sind ein guter Treffpunkt, um andere Reisende kennenzulernen. Die a&o Nürnberg Hauptbahnhof-Unterkunft ist beispielsweise für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt.

Nürnberg Hotel

FAQ

Wann findet der Nürnberger Christkindlesmarkt statt?

Der Nürnberger Christkindlesmarkt beginnt traditionell am Freitag vor dem ersten Advent und endet am 24. Dezember. Er ist weltberühmt für seine feierliche Eröffnung durch das Christkind und seine traditionellen rot-weiß gestreiften Buden, die ausschließlich traditionelle, handgefertigte Waren und fränkische Spezialitäten anbieten dürfen. Er gilt als einer der schönsten und ältesten Weihnachtsmärkte der Welt.

Wie lange sollte ich für einen Besuch in Nürnberg einplanen?

Für einen ersten Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, einschließlich Kaiserburg, Dokumentationszentrum und Altstadt, sollten mindestens zwei volle Tage eingeplant werden. Um die Stadt Nürnberg jedoch intensiver zu erleben, die zahlreichen Museen zu besuchen und auch die Szeneviertel oder das Umland zu erkunden, sind drei bis vier Tage oder ein längeres Wochenende ideal.

Gibt es eine Touristenkarte für Nürnberg?

Ja, die Nürnberg Card (oft in Kombination mit Fürth) ist für Touristen sehr empfehlenswert. Sie beinhaltet freien Eintritt zu vielen Museen und Attraktionen (einschließlich Kaiserburg, Dürer-Haus, Dokumentationszentrum) und die kostenlose Nutzung des gesamten VGN-ÖPNV-Netzes in der Tarifzone A (Nürnberg/Fürth/Stein) für einen Zeitraum von 48 Stunden. Dies bietet erhebliche Kosteneinsparungen und Flexibilität bei der Reiseplanung.

Welche Museen sind neben dem Doku-Zentrum besonders sehenswert?

Neben dem Dokumentationszentrum sind das Germanische Nationalmuseum, das einen umfassenden Überblick über die deutsche Kulturgeschichte bietet, das Albrecht-Dürer-Haus, das Einblicke in das Leben des berühmten Künstlers gibt, und das Spielzeugmuseum, das die über 600-jährige Geschichte der Spielwarenproduktion in Nürnberg beleuchtet, besonders empfehlenswert. Auch das Memorium Nürnberger Prozesse ist ein historisch wichtiger Ort, da es am Originalschauplatz stattfindet.

Nürnberger Christkindlesmarkt

Fazit

Nürnberg ist eine Stadt von historischer Weltbedeutung und gleichzeitig ein modernes, lebendiges Zentrum Frankens. Die Stadt überzeugt durch die beeindruckende Präsenz ihrer Kaiserburg, die fast vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer und die liebevoll restaurierte Altstadt, die zum Flanieren einlädt. Die kulinarischen Highlights, wie die Original Nürnberger Rostbratwurst und die Nürnberger Lebkuchen, runden das Erlebnis perfekt ab und bieten einen schmackhaften Einblick in die fränkische Lebensart.
Die Stadt nimmt ihre historische Verantwortung ernst und schafft mit Orten wie dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und dem Memorium Nürnberger Prozesse wichtige Gedenkstätten, die zur Reflexion anregen und einen tiefen Einblick in die jüngere deutsche Geschichte ermöglichen. Die ausgezeichnete Infrastruktur, die vielfältigen Insider-Tipps abseits der Hauptrouten und die herzliche Gastfreundschaft der Franken machen Nürnberg zu einem erstklassigen Reiseziel. Es ist eine Stadt der Kontraste, in der mittelalterliche Pracht auf mahnende Geschichte und moderne Kultur trifft - ein Ort, der Besucher fesselt und inspiriert.

Fachwerkhäuser in der Weißgerbergasse in Nürnberg

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